Strom und Energie für Herne
Bioenergie
Der Bergriff Bioenergie an sich ist ein Kunstwort. Unter dem Begriff Bioenergie versteht man die Nutzung von Biomasse als Energieträger. Bioenergie gilt dabei als ökologisch günstige Energiequelle. Um Bioenergie zu gewinnen, verwendet man Rohstoffe, wie zum Beispiel Mais, Stroh, Holz, Getreide, Biogas, Raps und Pflanzenöle, sowie Bioabfälle, Algen, Zuckerrüben, aber auch Exkremente.Mit Hilfe der Fotosynthese wird dabei aus diesen Energiequellen Bioenergie gewonnen. Die für die Erzeugung von Bioenergie verwendeten Energieträger tragen maßgeblich zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes in die Atmosphäre bei.
Zu den Vorteilen von Biomasse für die Gewinnung von Energie gehört, dass die Verbrennung von Biomasse auch in den Anlagen für die fossilen Brennstoffe erfolgen kann. Des Weiteren erfolgt die Herstellung Biomasse durch Pyrolyse, bzw. bei der Methangärung.
Nachteile
Bioenergie hat aber auch einen Nachteil, der aktuell zurzeit wieder für Gesprächsstoff gesorgt hat, weil die Bundesregierung plant anstelle von 5 Prozent Biosprit künftig 10 Prozent dem Benzin beizumischen.Und zwar handelt es sich um den enormen Flächenbedarf, den der Anbau der Energieträger, Mais, Stroh, Getreide, Raps und Pflanzenöle und Zuckerrüben, erfordert. Insbesondere befürchtet man, dass sich die Landwirte mehr und mehr darauf beschränken werden für die Energiequellengewinnung tätig zu sein, anstatt für die Lebensmittelindustrie zu produzieren, was die Lebensmittelpreise zwangsläufig in die Höhe treiben wird. Ökologisch gesehen könnte es also sein, dass die fortschreitende Nachfrage an Rohstoffen für die Bioenergie dazu führen wird, dass es im Bezug auf die Ackerflächen eventuell ganz erhebliche Umbrüche geben wird.
Inzwischen gibt es jedoch auch Ansätze Bioenergie aus Abfall, bzw. Exkrementen zu gewinnen. Hierdurch ist auch der Hauptnachteil von Bioenergie, nämlich der große Flächenbedarf, faktisch ausgeschaltet.